Wespenbussard

Pernis apivorus
Spannweite

120–145cm

Körperlänge

50–60cm

Gewicht

500–950g

Steckbrief

Lebenserwartung
Gelegegröße
Meist 2 Eier
Gefährdung weltweit
Aktivitätszeit
Zugverhalten

Erkennungsmerkmale

Dem Mäusebussard ähnlich, aber mit kleinem, weit vorgestrecktem Kopf, längerem Schwanz und flach gehaltenen Flügeln im Segelflug. Die Schwanzbinden, der graue Kopf des Männchens und die gelbe Iris helfen bei der Bestimmung.

Farben

Gefieder
Augen
Beine & Füße

Altvogel · Mittel

Cremefarbene Unterseite mit deutlicher brauner Zeichnung und dunklen Handwurzelflecken. Schwingen und Schwanz sind gebändert; die Iris ist gelb.

Wespenbussarde variieren von sehr hell bis fast einfarbig dunkelbraun. Hell, Mittel und Dunkel zeigen Beispiele eines fließenden Spektrums, keine Unterarten. Die Farbvariation kommt auch bei Jungvögeln vor; Irisfarbe und Federzeichnung helfen bei der Altersbestimmung.

Lebensweise

Wespenbussarde treffen erst im Mai bei uns ein und ziehen im September wieder ab. Auf dem Zug meiden sie das offene Meer und sammeln sich an Engstellen wie Gibraltar und dem Bosporus zu Tausenden.

Brut & Aufzucht

Der Horst wird in hohen Bäumen gebaut und mit frischen belaubten Zweigen ausgekleidet. Das Gelege wird gut fünf Wochen bebrütet; die Jungen werden mit Wespenwaben gefüttert und fliegen nach etwa 40 Tagen aus.

Nahrung

Nahrungsbeispiele

Wespen- & Hummelbrut

Die Brut von Wespen und Hummeln ist seine Hauptnahrung: Er gräbt die Nester aus und verzehrt Larven und Puppen aus den Waben. Bei schlechtem Wetter weicht er auf Frösche, Nestlinge, Kleinsäuger und Käfer aus.

Gelegentlich

Frösche
Mäuse

Jagdweise

Wespenbussard: Nester ausgraben

Der Wespenbussard folgt heimfliegenden Wespen bis zu ihrem Nest, gräbt es mit den Füßen aus und trägt die Waben mit Larven zum Horst. Dichte Gesichtsfedern und schlitzförmige Nasenlöcher schützen ihn vor Stichen.

Vorkommen

Verbreitung

Europa; im Winter Afrika

Status in Deutschland

BrutvogelDurchzug

Lebensraum

Laub- und Mischwälder mit Lichtungen, Waldwiesen und Waldrändern, in denen er Wespennester aufspürt. Von Mai bis September in Europa, den Winter verbringt er im tropischen Afrika.

Wespenbussard