Bartgeier

Gypaetus barbatus
Spannweite

250–290cm

Körperlänge

100–115cm

Gewicht

4.500–7.200g

Steckbrief

Lebenserwartung
Gelegegröße
1–2 Eier
Gefährdung weltweit
Aktivitätszeit
Zugverhalten

Erkennungsmerkmale

Ein sehr großer, schlanker Geier mit langen, spitzen Flügeln und einem langen Keilschwanz, an dem er sich schon von Weitem erkennen lässt. Der Kopf ist befiedert; Altvögel zeigen einen orangefarbenen Kopf mit schwarzem Augenstreif und Federbart.

Farben

Gefieder
Augen
Beine & Füße

Altvogel · Rostorange

Kopf, Hals und Unterseite sind durch äußere Eisenoxidablagerungen rostorange gefärbt. Flügel und Schwanz bleiben dunkel, Bart und Augenmaske schwarz.

Weiß und Rostorange sind keine genetischen Farbmorphen. Die hellen Federn adulter Bartgeier sind von Natur aus weiß und werden durch Bäder in eisenoxidhaltigem Wasser rostorange gefärbt. Die Intensität kann sich bei demselben Vogel ändern. Jungvögel besitzen unabhängig davon ein überwiegend dunkles Jugendkleid.

Lebensweise

Bartgeier segeln dicht an Felswänden entlang und suchen dort nach Knochen. Nach ihrer Ausrottung wurden sie seit 1986 in den Alpen wieder angesiedelt; heute brüten dort wieder über 300 Paare. Jungvögel wandern weit umher, bevor sie ein Revier gründen.

Brut & Aufzucht

Das Nest liegt in einer geschützten Felsnische und wird mit Wolle und Haaren ausgepolstert. Die Eiablage erfolgt im Winter; meist wird nur ein Junges großgezogen, das nach rund vier Monaten ausfliegt.

Nahrung

Nahrungsbeispiele

Knochen

Knochen machen den größten Teil seiner Nahrung aus: Von Kadavern verendeter Gämsen, Steinböcke und Schafe nimmt er die Knochen samt Mark und schluckt sie bis handlang ganz hinunter. Fleischreste und Schildkröten ergänzen den Speiseplan.

Jagdweise

Der Bartgeier trägt große Knochen in die Höhe und lässt sie aus 50 bis 80 Metern auf Felsplatten fallen, bis sie zerbrechen. Die Splitter und das Mark verschluckt er ganz; seine Magensäure löst den Knochen auf.

Vorkommen

Verbreitung

Alpen, Pyrenäen, Kaukasus bis Himalaya; Ostafrika

Status in Deutschland

Wiederansiedlung

Lebensraum

Hochgebirge mit steilen Felswänden, Schluchten und offenen Hängen oberhalb der Baumgrenze. Er brütet in Felsnischen und nutzt Aufwinde an den Graten für seine Suchflüge.

Bartgeier