Andenkondor

Vultur gryphus
Spannweite

270–320cm

Körperlänge

100–130cm

Gewicht

11.000–15.000g

Steckbrief

Lebenserwartung
Gelegegröße
1 Ei
Gefährdung weltweit
Aktivitätszeit
Zugverhalten

Erkennungsmerkmale

Ein riesiger schwarzer Segler mit brettartig flachen Flügeln, tief gefingerten Handschwingen und einer weißen Halskrause. Männchen tragen einen fleischigen Kamm auf dem nackten Kopf; junge Vögel sind einfarbig graubraun.

Farben

Gefieder
Augen
Beine & Füße

Männchen

Schwarzes Gefieder mit einer weißen Halskrause aus Daunen und großen weißen Flächen auf den Oberflügeln. Kopf und Hals sind nackt und rötlich; das Männchen trägt einen fleischigen Kamm auf dem Scheitel.

Lebensweise

Andenkondore starten am Morgen an sonnenbeschienenen Hängen und nutzen Thermik und Hangaufwinde, um mit minimalem Kraftaufwand hunderte Kilometer zu segeln. An Kadavern und Schlafplätzen gelten feste Rangordnungen.

Brut & Aufzucht

Gebrütet wird in Felsnischen in großer Höhe, ohne eigentliches Nest. Das Ei wird knapp zwei Monate bebrütet, und der Jungvogel bleibt bis zu einem Jahr bei den Eltern, sodass Paare oft nur alle zwei Jahre brüten.

Nahrung

Nahrungsbeispiele

Aas

Der Andenkondor ist ein reiner Aasfresser. In den Anden nutzt er Kadaver von Guanakos, Lamas, Rindern und Schafen, an der Pazifikküste auch tote Seelöwen und Wale. Er tötet keine Beute, plündert aber gelegentlich Kolonien von Seevögeln.

Gelegentlich

Seevogeleier

Jagdweise

Andenkondor: Aassuche · Suchflug

Der Andenkondor nutzt Aufwinde an Berghängen und segelt in großer Höhe über weite Gebiete. Kadaver findet er mit den Augen und beobachtet dabei auch andere Aasfresser. Am Fund verdrängt er mit seiner Größe kleinere Geier.

Vorkommen

Verbreitung

Anden & Pazifikküste Südamerikas

Lebensraum

Hochgebirge der Anden mit Felswänden und offenen Grasfluren, dazu Küstenwüsten und Steilküsten am Pazifik, wo er nach angespülten Kadavern sucht.

Andenkondor